Horst Evers: Der König von Berlin

Zwei Leichen, eine Rattenplage und die Eigenheiten des Berliner Futurs. Mit all dem sieht sich Hauptkommissar Lanner konfrontiert als er aus der ’niedersächsischen Provinz‘ in die Hauptstadt versetzt wird.

Horst Evers verpackt eine wunderbar abstruse Story mit einer gehörigen Portion Witz und den (sprachlichen) Eigenheiten Berlins. Ich habe das Lesen wirklich genossen und konnte den ein oder anderen Lacher auch in der Öffentlichkeit nicht unterdrücken.

Unbenannt

Textausschnitte von „Der König von Berlin“

Um euch einen besseren Eindruck zu geben, hier ein paar Textausschnitte, die mir besonders Gut gefallen haben.^^

„Wäre das jetzt Hollywood, dann würde irgendjemand bei der Evakuierung übersehen, Bruce Willis und ein paar Kinder oder ein paar sehr gut aussehender Tennager. Die würden dann mit den Ratten eingeschlossen und einen aussichtlosen Kampf kämpfen, den sie am Ende doch irgendwie gewinnen. Also zumindest zwei von ihnen, die Guten, Bruce Willis und eine schöne Frau. Und die Kinder natürlich.“
„Ja, genau, wäre das hier Hollywood dann liefe das so. Aber es ist nicht Hollywood, sondern Berlin. Kein ausgedachter Quatsch, sondern Realität. Das Leben, wie es wirklich ist, wo niemand im Einkaufszentrum vergessen wird, bevor zahllose Ratten es überfluten. Das wahre Leben ist eben nicht so abstrus und spektakulär, wie Hollywood immer tut.“

Die Eigenheiten des Berliner Futurs:

 „Ich hoffe ja, Ihnen wird das alles irgendwann noch mal leidgetan haben. Und wenn nicht – ach, wird auch egal gewesen sein.“

Viele Grüße

C

 

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