Sebastian Fitzek: Passagier 23

Nach den ganzen kitschigen Büchern, die ich die letzte Zeit gelesen hatte bzw. die ich überwiegend lese, wurde es Zeit für einen Krimi. Wie praktisch also, dass meine Mitbewohnerin auf einem Date Passagier 23 von Sebastian Fitzek geschenkt bekommen hat. (Darüber wie diese Aufmerksamkeit zu deuten ist, könnt ihr gerne in den Kommentaren spekulieren. XD)
Dutzende Menschen verschwinden im Schnitt jährlich auf Kreuzfahrtschiffen. Die meisten dieser Fälle werden nie aufgeklärt. In „Passagier 23“ ergründet Sebastian Fitzek mögliche Ursachen hierfür. Da das ganze natürlich immer noch ein Krimi und keine Dokumentation ist, sind diese nicht immer die naheliegendsten, aber doch nahe genug an der Realität um nicht total abwegig zu klingen.fitzek

Kurz zum Inhalt

Der Polizist Martin Schwartz ist spezialisiert aufbesonders riskante Undercover-Einsätze. Der Anruf von einem Kreuzfahrtschiff lässt ihn allerdings alles stehen und liegen lassen und nach Hamburg reisen. Dort ankert die Sultan of the Seas von der ihn der Hilferuf von Gerlinde Dobkowitz erreichte. Gerlinde, die seit mehreren Jahren eine luxuriöse Kabine auf dem Schiff bewohnt, verfolgt seit Jahren das mysteriöse Verschwinden zahlreicher Passagiere auf dem Schiff und bedarf nun der Hilfe Martin Schwartz. Mit dem Kapitän des Schiffes hat Martin zudem noch eine ganz persönliche Rechnung offen.
Als die junge Anouk Lamar nach 8 Wochen, in denen sie als vermisst galt, unerwartet wieder auftauchte, gerät Schwung in den Fall und Martin Schwartz versucht sein Möglichsten um heraus zu finden, was hinter ihrem Verschwinden stecken könnte.
Zu den Passagieren gehören auch Julia Stiller und ihre Tochter Lisa, die auf ihre ganz eigene Weise mit dem Problem der verschwundenen Passagiere konfrontiert werden.

Darum mochte ich „Passagier 23“

Das Buch bleibt spannend bis zum Ende, auch weil es Sebastian Fitzek gelingt einen geschickt auf die falsche Fährt zu locken, bzw. von der richtigen auch wieder herunter. Mich zumindest hat das Ende überrascht, obwohl ich den Täter zwischenzeitlich kurz in Verdacht hatte. Ich muss aber zugeben, dass es nicht sehr schwer war mich immer wieder verschiedene Personen in Betracht ziehen zu lassen. Doch das ist genau was ich an Krimis mag. Denn im Gegensatz zu den meisten Liebesromanen können sie mich tatsächlich noch überraschen. Wohl auch weil ich sie viel seltener lese.
Trotz der ernsten Themen die angesprochen werden, verliert das Buch so außerdem nie seinen Witz. Passagier 23 war das erste Buch, dass ich von Sebastian Fitzek gelesen habe, bleibt aber sicher nicht das letzte.

Ein kleines Manko

Was mich allerdings leicht verstört hat, war der Prolog des Buches. Wenn „der Doktor“ ein abgetrenntes Bein durch die Gegend schleppt, liegt für mich als Fan der Gedankensprung zu Doctor Who viel zu Nahe, als das nicht ganz seltsame Bilder in meinem Kopf entstanden. XD

Grüße

C

 

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