Shoppingrausch vs. aussortieren und Kleidertauschparty

Hallo,

ich war letztens auf einer Kleidertauschparty und finde die Idee super. Auf der Party konnte ich meine schon sehr lange nicht mehr getragenen Sachen loswerden und gleichzeitig kostenlos so gut wie neue Kleidung mitnehmen. Der Rest der Klamotten wurde von der Gastgeberin später zur Kleiderspende bzw. zum Deutschen Roten Kreuz gegeben.

Shoppingrausch im Sale

Kleid und Hose in schwarz auf grauem Sessel
Zwei eindeutige Fehlkäufe

Da ich am Anfang des Jahres im Sale so viele Klamotten gekauft habe, die ich seitdem nicht mehr an hatte, habe ich  seit dem Frühling versucht mich mit dem Klamotten-Shopping zurückzuhalten. Es war wirklich schade, dass ich ein Kleid nur gekauft habe, weil es auf 5€ reduziert war, obwohl ich wusste, dass es vermutlich nie den Kleiderschrank verlassen würde. Auch eine Jeans in ein bis zwei Nummern zu klein zu kaufen, weil ich sie als Ansporn für mehr Sport nutzen könnte und sie grade im Angebot war, war echt nicht sinnvoll.

Bestandsaufnahme und Aussortieren der eigenen Kleidung

Mit der Umstellung von kalten Wintersachen zu den leichteren Frühlings- und Sommerklamotten hatte ich auch wieder die meisten meiner Kleidungsstücke in der Hand und gesehen, was ich nicht getragen habe. Der Grund für das wirklich gezielte drauf Achten war vermutlich die Bestandsaufnahme aller meiner Klamotten – wenn ich weiß, wie viel und in welchen Varianten Kleider, Oberteile, Hosen und Jacken vorhanden sind, bin ich weniger versucht neue Kleider / Oberteile etc. zu kaufen. Bis auf die Festival-Zeit hat die Zurückhaltung sehr gut funktioniert. Wobei hier die funktionalen Sachen (Pullover und Hose) kein Problem sind, sondern eher die sich dann noch in den Warenkorb geschlichenen Sommerkleider.

vier schwarze Oberteile auf roter Couch
Eine Auswahl meiner aussortierten Klamotten (Bestandsaufnahmebilder)

In diesem Zuge der Bestandsaufnahme hatte ich auch drei Tüten mit Klamotten gefüllt, die ich zur Kleiderspende bringen wollte. Es handelte sich um Oberteile, Hosen und Kleider, die ich aus verschiedenen Gründen schon ewig oder noch nie an hatte:

  • manche waren einfach Fehlkäufe, vom Schnitt oder Stil her,
  • andere Kleidungsstücke gefielen mir an mir nicht mehr (alles mit Rüschen oder Satin) oder
  • waren mir dann doch zu klein / zu groß und ich sah es endlich ein.

Das Timing der Tausch-Party war so gut, dass diese drei Tüten noch da waren und damit direkt zur Party mit konnten.

Eine große Kleidertauschparty

Zur Party waren 23 Mädels eingeladen und jede hatte etwas mitgebracht. Der Raum mit den ganzen Tausch-Klamotten kam mir vor wie ein Kaufhaus: an Bügeln alle Oberteile und Kleider geordnet aufgehängt. Die Hosen, Röcke und Accessoires lagen auf Decken und Sofas gefaltet am Rand – schön übersichtlich und perfekt zum Stöbern. Ein großer Spiegel und bereitgestellte Tüten zum Wegtragen der Beute machte das Ganze perfekt.

Sechs Bilder von einer Kleider Tausch Party
Impressionen einer tollen Kleidertauschparty

Manch eine hat so viel oder mehr mitgenommen, wie sie hingebracht hat. Ich hatte Glück und habe zwei Oberteile und zwei Kleider gefunden. Während im Kaufhaus alles nach Größen sortiert ist, hat bei der Party jede anprobiert, was ihr gefiel. Dadurch war die Überraschung zum Teil groß, wie unterschiedlich die Größen ausfallen, welche Teile nicht wie die angegebene Größe aussehen und das die Angaben egal sind, solange man sich in dem Kleidungsstück gefällt.

Lustig waren auch doppelt auftauchende T-Schirts oder gleiche Pullover in verschiedenen Farbvarianten. Manchen Kleidern hat man das Jahrzehnt in dem sie modern waren sehr leicht angesehen: ein bodenlanges, geschlitztes Leopardenmuster-Kleid mit Pelzbesatz am Ausschnitt sah sehr nach 90er Jahren aus und hätte gut in die Serie Clueless gepasst 🙂

Fazit

Ungeliebten Sachen die Möglichkeit zu geben von einer anderen Person nochmal getragen zu werden, dabei den eigenen Schrank zu sortieren und eventuell mit tollen fast neuen Sachen raus zu gehen, finde ich ein super Konzept. Egal ob mit 20 oder mit 4 Leuten – ich habe von beiden Varianten als erfolgreiche Tausch-Partys gehört.

Ach ja, und wenn man auf der Party doch merkt, dass einem ein Stück mehr am Herzen liegt, als man dachte, kann man es einfach wieder mitnehmen 😉

Was haltet ihr von Kleidertauschpartys? Habt ihr schon mal eine gemacht oder daran teilgenommen?

Viele Grüße,

Tea

 

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