Mechthild Gläser: Die Buchspringer

Mich begeister Bücher, die mit dem Gedanken spielen in die ungewöhnlisten Welten einzutauchen, wie etwa The Invisible Library. Lesen ist für mich eine Möglichkeit den Alltag zu vergessen und in fremde Welten einzutauchen. Die Figuren ein bisschen auf ihrem Weg zu begleiten, sie anzufeuern oder den Kopf zu schütteln, weil sie es einfach nicht lassen können und nachts alleine in die dunkelsten Ecken zu spazieren. Die Buchspringer von Mechthild Gläser haben mich also thematisch schon einmal sehr angesprochen.

Inhalt

Die Buchspringer, Mechthild Gläser

Die Buchspringer im gleichnamigen Roman von Mechthild Gläser können nun genau das, was der Titel schon andeutet und was für mich den Reiz des Lesens ausmacht. In Bücher eintauchen, die Figuren in ihren Geschichten besuchen und ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen. Der Gefahr die Geschichten durch die eigene Anwesenheit zu verändern, begnet der „gemeine“ Leser zum Glück nicht. Als Buchspringer muss man da schon etwas vorsichtiger sein. Das lernt auch Amy als ihre Mutter sie von Bochum auf eine kleine schottische Insel schleppt um die Sommerferien in zugigen Schloss ihrer unbekannten Großmutter zu verbringen.
Dort erfährt sie nicht nur, dass sie die Fähigkeit besitzt in Bücher zu springen, sondern auch dass sie von nun an in einer Schule genau dies perfektionieren soll. Zu allem Unglück muss sie sich noch mit zwei weiteren Mitschülern rumschlagen, die ihr zunächst alles andere als sympathisch sind.
In der Buchwelt fühlt sie sich hingegen sofort zu Hause. Sie startet im Dschungelbuch, doch dieses lässt sie schnell hinter sich und entdeckt die Verbindungen in andere Welten und die Stammkneipe der Figuren. Kinderbücher, klassische Dramen, Kriminalromane – Figuren aus all diesen Werken begegnet Amy. Doch nicht alle sind so freundlich wie Schir Khan, Werther oder der kleine Prinz. Bald bemerkt Amy, dass die Bücherwelt bedroht wird. Das Monster beschränkt seine Aktivitäten allerdings nicht nur auf die Welt der Bücher.

Mein Eindruck

Die Buchspringer habe ich als Mängelexemplar recht günstig erstanden. Nicht immer mache ich bei solchen Käufen einen Glücksgriff, doch die Idee in Bücher hüpfen zu können, hat mich sofort begeistert. Das Buch an sich hat mir gut gefallen. Allerdings werde ich langsam wohl zu alt für Jugendbücher, denn manchmal nervten mich Amys typische Teenagerprobleme doch ein bisschen und das wahrscheinlich gerade weil Mechthild Gläser die Teenagerwelt gut eingefangen hat. Nichtsdestrotrotz macht es Spaß die Bücherwelt mit Amy zu entdecken und ein paar der Figuren ‚persönlich‘ kennen zu lernen. Das Buch hat aber auch seine melancholischen Momente und schreckt vor ernsteren Themen nicht zurück.

Welche Bücher würdet ihr gerne besuchen, wenn ihr könntet? Welche auf jeden Fall meiden?

Alles Liebe, C

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