Room Escape bei Sherlock Holmes

Hallo,
Coffee und ich waren mit noch drei weiteren Mitstreitern in einem Room Escape / Live Escape Game in Berlin*. Diesmal war das Thema Sherlock Holmes und wie es uns gefallen hat, liest Du hier.

*Hinweis: Escape Berlin hat uns einen Gutschein für ein Spiel unserer Wahl zur Verfügung gestellt – die hier geschriebenen Meinungen sind unsere eigenen!

Wer wollte nicht schon mal ein Detektiv wie Sherlock Holmes sein? Als Kind habe ich die gesammelten Werke von Sir Arthur Conan Doyle verschlungen und die Kinofilme mit Robert Downey Jr. und Jude Law gehören zu meiner Filmsammlung. Das Flair dieser Geschichten umgab uns, als wir innerhalb von 60 Minuten versuchten das Sherlock Holmes Rätsel zu lösen.

Room Escape à la Sherlock Holmes

Das Prinzip von Escape Games ist es, dass man mit Freunden innerhalb von 60 Minuten versucht ein Rätsel in einem verschlossenen Raum zu lösen und damit schlussendlich aus diesem Raum entfliehen kann. Dabei benötigt man keine körperliche Kraft (wenn man etwas mit Gewalt zu öffnen versucht, spielt man verkehrt). Die Spieler werden die gesamte Zeit durch Kameras vom Spielleiter beobachtet (aber nicht aufgenommen) und es werden Hinweise gegeben (schriftlich über einen Monitor), falls man zu lange in die ganz falsche Richtung denkt oder schreiend im Kreis rumläuft, weil man wirklich keinen Plan mehr hat.

Sherlock Holmes Karte von Escape Berlin
Sherlock Holmes Karte von Escape Berlin

Die Regeln wurden uns allen vor Spielbeginn durch unsere nette Spielleiterin erklärt. Das ist als Erinnerung für Leute die schonmal gespielt haben gut und Neulinge, die noch nie ein Live Escape Game gespielt haben, sind damit auch auf dem gleichen Wissensstand, da ja niemand weiß, was einem in dem Raum dann für Rätsel erwarten. Neben den Regeln, hat sie uns eine kleine Hintergrundgeschichte gegeben und genau an den richtigen Stellen pausiert um das Ganze spannend und unterhaltsam zu gestalten. Die wohldosierte Menge an Informationen hat bei uns die Spannung noch einmal erhöht.

Coffee meinte noch vorher: „Hauptsache, wir können das Rätsel lösen, bevor die 60 Minuten um sind.“ Ich kann euch sagen: es war verdammt knapp! Wir hatten am Ende noch etwa 2 Minuten übrig und wir waren so froh, dass wir es überhaupt geschafft hatten.

Ich fand das Sherlock Holmes Spiel sehr gut. Das hatte mehrere Gründe:

  1. Die Gestaltung im Raum war sehr detailliert und liebevoll gemacht, was die Stimmung des Spiels sehr positiv beeinflusst hat.
  2. Das ganze Spiel war rund: es war alles aufeinander abgestimmt und passend zum Thema. Ich war in der Geschichte so drin, dass ich den Alltag komplett vergessen habe.
  3. Die Rätsel waren schwer – aber nicht unlösbar oder gemein. Und sie waren unterschiedlich! Es gab also nicht immer die gleiche Herangehensweise zur Lösung der Rätsel. Als Gruppe mit verschiedenen Leuten – und damit unterschiedlichen Denkweisen und Stärken – war das perfekt.
  4. Einige Dinge waren unerwartet 😉
  5. Es hat richtig Spaß gemacht! Zwischenerfolge und Geistesblitze innerhalb der 58 Minuten fühlten sich super an und auch danach hatten wir noch viel zu erzählen.

Auch hier ging es wieder darum gemeinsam die Rätsel zu lösen und miteinander zu kommunizieren – das Problem hatten wir nach unserem ersten Room Escape Spiel schon erkannt und hier umgangen. Als die Zeit weniger wurde, wurden wir immer hektischer, haben es dann aber doch noch geschafft das große Rätsel zu lösen. Mehr zum Rätsel und Raum möchte ich hier nicht verraten – ich kann nur sagen, dass es sich sehr gelohnt hat! 🙂

Und drumherum?

Das Escape Game Theater „Escape Berlin“ liegt in einer luftigen 5ten Etage gegenüber des Velodroms und ist mit der S-Bahn (Landsberger Allee) sehr gut erreichbar und Parkplätze gab es ebenfalls in der Nähe. Der Eingang ist ein bisschen versteckt, was aber in der Erinnerungs-E-Mail ein paar Tage vor dem Spiel noch erklärt wird. Wir haben es ohne größere Probleme gefunden und waren pünktlich 15 Minuten vor Spielbeginn vor Ort. Die Lounge ist mit der Aussicht ganz gemütlich, Jacken, Taschen und eventuell vorhandene Shopping-Erfolge kann man in kostenlosen Schließfächern unterbringen. In der Lounge wurde uns von unserer Spielleiterin die Regeln erklärt, bevor sie uns zu unserem Rätselraum geführt hat. Abschließend gab es noch ein Gruppenfoto als Erinnerung. Das Drumherum hat also auch gepasst.

Blick aus der Lounge des Escape Berlin auf das Velodrom
Blick aus der Lounge des Escape Berlin auf das Velodrom

Gab es etwas auszusetzen?

Das Einzige, was ich ein kleines bisschen schade fand war, dass man nach dem Spiel nichts in der Hand hatte. Klar, die Spielleiterin hat ein super Gruppenfoto von uns gemacht, aber mir fehlte ein bisschen was Handfestes, wie zum Beispiel die Zeit oder Anzahl der Hinweise, die wir benötigt haben. So als kleine Erinnerung an das Spiel hätte ich das nett gefunden (ähnlich wie die „Ausreisegenehmigung aus der DDR“). Da wir den Nachmittag und Abend noch über das Spiel erzählt haben, wird es uns eh länger in Erinnerung bleiben, auch ohne „Beweise“.

Zusammenfassung zum Escape Berlin „Sherlock Holmes“ Rätsel

Insgesamt bin ich mit dem Spiel „Sherlock Holmes“ und dem Ablauf bei Escape Berlin sehr zufrieden. Es hat alles zusammen gepasst. Organisatorisch gab es keine Probleme: die Buchung war einfach, es gab eine Erinnerungs-E-Mail mit Hinweisen (15 Minuten vorher da sein und eine Wegbeschreibung) ein paar Tage vor dem Spiel, die Spielleiterin war sehr kompetent und gut gelaunt. Das Spiel selber war wirklich gut gemacht, die Rätsel waren vom Aufbau her unterschiedlich und schwer aber lösbar gestaltet.

Live Escape Games als Geschenkidee

Room Escape Spiele bieten sich als Weihnachtsgeschenke sehr gut an, da sie zum einen gefühlt in jeder größeren Stadt auftauchen (eine Auswahl findest Du z.B. bei Escape Game), man gemeinsam Zeit verbringt und danach noch so viel darüber erzählen kann.

Meine bessere Hälfte und ich werden im Dezember für einen Weihnachtsmarkt-Bummel mit meiner Tante wieder in Berlin sein, deshalb schenken wir uns zu Weihnachten gegenseitig ein weiteres Room Escape: gemeinsam mit meiner Tante und einer weiteren Freundin werden wir versuchen den Schnapsladen zu lösen (alkoholische Rätsel inklusive, deshalb auch etwas teurer). Ich bin gespannt, ob dieser Raum genauso viel Stimmung erzeugen kann wie Sherlock Holmes und ob uns die 60 Minuten genauso vom Alltag ablenken werden.

Mit einem weiteren Familienmitglied werde ich nach Weihnachten in Halle aus einer ägyptischen Grabkammer fliehen – oder es zumindest versuchen. Wie man sieht, bin ich voll im Room Escape Fieber und freue mich auf die neuen Herausforderungen – nur in so richtig gruselige Räume würde ich mich nicht trauen *schauder* da schreie ich mir nur die Seele aus dem Leib… Dann lieber „Big Päng“ (in Anlehnung an eine sehr bekannte TV-Serie 🙂 ) das wäre aufgrund des Wiedererkennungsfaktors bestimmt ein riesen Spaß. Oder wir versuchen uns mal an dem schwereren DDR-Raum.

Viele Grüße

Tea

*Hinweis: Escape Berlin hat uns einen Gutschein für ein Spiel unserer Wahl zur Verfügung gestellt – die hier geschriebenen Meinungen sind unsere eigenen!

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