Ecocubes: Pflanzen aus Holzwürfeln ziehen

Hallo,

da sich der Frühling hoffentlich bald blicken lässt, habe ich mich an drei Ecocubes versucht. Was das ist und warum ich die Idee der Pflanzen im Holzwürfel interessant finde, liest Du hier. 

Was sind Ecocubes?

Ecocubes sind in Österreich hergestellte Holzwürfel die mit Pflanzensamen und Wachstumsgranulat gefüllt sind. Wenn die Pflanzen für den Würfel zu groß werden kann ganz einfach der ganze Holzwürfel mit umgepflanzt werden, da er komplett kompostierbar ist. Dadurch ist der Ecocube nicht nur schick anzusehen sondern düngt die Pflanze nach dem Umtopfen auch noch. Neben den Ecocubes gibt es auch noch andere Varianten der kompostierbaren Anzuchtgefäße, z.B. Tüten oder Dosen. Ich fand die Holzwürfel aber am schönsten, da sie gut auf mein Fensterbrett oder den Schreibtisch passen.

Ecocubes Ansichten
Ecocubes Ansichten

Was gefällt mir an der Idee?

An der Idee finde ich neben dem Design auch die Kompostierbarkeit der Würfel wirklich super. Dadurch vermeide ich den nächsten Mini-Plastik-Untertopf zu meiner bereits vorhandenen Sammlung. Die Pflanzen müssen zum Umtopfen nicht umständlich aus dem Topf gehoben werden und verlieren dadurch keine Wurzelteile.

Ecocube: Granulat und Samen im Holzwürfel
Ecocube: Granulat und Samen im Holzwürfel

Die Pflanzenwürfel machen sich ideal als Anzuchtstelle, da sie bereits Wachstumsgranulat beinhalten und die Samen dadurch hoffentlich genug Nährstoffe für ein ordentliches Wachstum erhalten. Das Design finde ich wirklich schick und ich weiß immer, welche Pflanzen sich in welchem Topf befinden. Die einfache Würfelform, echtes Holz und der Name der Pflanze ist dezent gehalten auf nur einer Seite zu lesen. Für ein einheitlicheres Design könnte ich die nicht bedruckten Seiten der Ecocubes nach vorne drehen, aber noch finde ich es mit den Namen schöner. Wenn die Pflänzchen irgendwann sprießen, drehe ich sie vielleicht und lasse Gäste die Pflanzenart erraten 😉

Außerdem fand ich die Auswahl sehr schön – ja, ich weiß, in einem Baumarkt oder Blumenladen hätte ich mehr Auswahl – da man zwischen verschiedenen Kräutern, Blümchen, exotischen Gewächsen und Bäumen wählen kann. Ich entschied mich für einen Riesenbambus, eine Palme und einen Weihnachtsbaum (Fichte). Es wäre super lustig zu sehen, wie aus den Samen Keimlinge werden und vielleicht irgendwann mal große Pflanzen oder gar ein ganzer Baum. Zudem kann ich mir die Samen im Würfel sehr gut als Geschenkidee vorstellen.

Ecocube Anleitung

Wie mit den meisten Pflanzensamen sollten auch die Ecocube-Pflänzchen zu Beginn vor dem Austrocknen geschützt werden. Das konnte ich ganz einfach durch drei frisch ausgewaschene Marmeladengläser lösen. Die Gläser passen perfekt auf die Öffnung der Würfel und lassen genug Licht rein aber keine Feuchtigkeit raus. Da wir vor einiger Zeit begonnen haben Gläser zu sammeln und wiederzuverwenden, als Aufbewahrungsmöglichkeiten für Nahrungsmittel, Kräuter oder auch Kleinigkeiten im Bad, kam mir das sehr gelegen. Einmal am Tag lüften und regelmäßiges Gießen gehören auch zur Pflege.

Drei Ecocubes auf der Fensterbank: Weihnachtsbaum, Riesenbambus, Palme
Drei Ecocubes auf der Fensterbank: Weihnachtsbaum, Palme & Riesenbambus

Laut Anleitung kann nach ein paar Monaten – abhängig von der Pflanze, bei Bambus und Weihnachtsbaum stehen 8 Monate, bei der Palme 6 Monate – der gesamte Würfel in einen Topf gepflanzt werden und dient während des Kompostiervorgangs als Dünger. Das ist super, da mir nach dem Umpflanzen immer ein paar Pflänzchen an Nährstoffmangel leiden, was ich versuche mit Düngestäbchen auszugleichen (wenn ich es nicht vergesse). Das Granulat und die Samen werden nicht direkt im Ecocube, sondern in einem Becher gehalten. Ich schätze deshalb, dass die Möglichkeit bestehen würde den Würfel und den Becher zu trennen – was aber nicht Sinn der Sache ist, denkbar wäre es aber schon, falls man den Würfel behalten wollte.

Ich hoffe, der Riesenbambus, die Palme und der Weihnachtsbaum fühlen sich auf dem Wohnzimmerfensterbrett wohl und zeigen in ein paar Wochen die ersten grünen Triebe.

Plantochi – Sukkulenten zum Anhängen

Neben den drei Ecocubes sind zwei Plantochi bei mir eingezogen. Plantochi sind winzige lebende Sukkulenten in Plastik-Anhängern, die ebenfalls großgezogen werden können. Bisher habe ich mich von den lebenden Pflanzen in Schmuck oder in solchen Anhängern fern gehalten, weil ich dachte, dass sie eh nicht so lange in der Behausung überleben können. Die Plantochi können aber einfach mit Wasser versorgt und später in einen Topf umgepflanzt werden. Dadurch sehe ich zumindest die Möglichkeit einer Überlebenschance für meine beiden Sukkulenten – Floor / Cremnosedum und Rose / Anacampseros rufescens – und bin gespannt, wann sie aus ihren Anhängern herauswachsen.

2 Sukkulenten Anhänger "Plantochi" im Mini-Gewächshaus
2 Sukkulenten Anhänger „Plantochi“ im Mini-Gewächshaus

Anleitung für die Plantochi Pflege

Die Plantochi gießt man indem sie in eine Tasse mit Wasser gestellt werden, wo sich der Korken durch das Loch in der Unterseite des Anhängers vollsaugen kann. Nach 5 Minuten ist laut der Anleitung der Korken so voll, dass ich die kleinen Pflänzchen erst nach 4 Wochen wieder gießen muss. Das Umpflanzen erfolgt laut Anleitung nach 8-12 Monaten sobald die Sukkulenten für den Anhänger zu groß werden. Hierfür kann die Kappe abgenommen und der Plastikring in zwei Hälften ausgetrennt werden. Das Plantochi wird dann in einen normalen Topf umgesetzt und wächst dort hoffentlich weiter.

Diese Konstruktion des Anhängers finde ich sehr gut – die Wasserversorgung ist gegeben, ein Umpflanzen sollte unproblematisch sein und die Sukkulenten brauchen durch das Mini-Gewächshaus kaum Pflege. Meine einzige Angst ist die, dass sich die Kuppel vom Sockel löst, wenn die Anhänger irgendwo hängen bleiben. Als Schlüsselanhänger werde ich sie deshalb nicht verwenden. Bis ich einen passenden Platz gefunden hab, leisten sie den Ecocubes auf dem Fensterbrett Gesellschaft und können dort vor sich hin wachsen.

Zwei Sukkulenten als Plantochi im Fensterbrett
Zwei Sukkulenten als Plantochi im Fensterbrett

Verpackung und Preis

Die Ecocubes und die Plantochi kamen in einem Karton, der bis auf den in Plastik eingeklebten Briefumschlag mit Sichtfenster ohne Plastik auskam. Die Plantochi sind in einem Mini-Gewächshaus aus Plastik eingeschlossen, die Anleitung, die gleichzeitig die Verpackung bildet, besteht aber aus Papier und je einer Tackerklammer – also keine versteckte Plastikverpackung. Die Ecocubes sind mit einem Papierstreifen umwickelt, der den Markennamen, die Pflanzenbezeichnung, die Anleitung und den Herkunftsort beinhalten. Das Granulat mit den Samen wird durch einen Aufkleber vor dem Herausfallen bewahrt – das war alles an Verpackung. Das ist im Schnitt ganz ok, es bleiben keine Plastik-Untertöpfe übrig, das Füllmaterial war ebenfalls aus Papier und es gab keine unnötige Umverpackung.

Verpackte Ecocubes
Verpackte Ecocubes

Der Preis – wen es interessiert – liegt pro Ecocube bei  7,95€, die Plantochi kosten je 6,95€. Es gibt verschiedene Anbieter der Ecocubes, ich habe aber direkt beim Hersteller bestellt. Der Einzelpreis ist für ein paar Samen recht hoch, aber ich finde es ist ein angemessener Preis, da der Holzwürfel dabei ist und das Granulat mit den Samen schon fix und fertig sind – wie Instantsuppe für Pflanzen: Wasser drauf, abdecken, fertig. Zudem hat ein Blumenstrauß – der nicht so lange hält – auch seinen Preis.

Fazit zu den Ecocubes & Plantochi

Plantochi & Ecocubes auf dem Fensterbrett
Plantochi & Ecocubes auf dem Fensterbrett

Sicher hätte ich mir auch einfach im Blumenladen die entsprechenden Samen oder schon ausgewachsene Pflanzen kaufen können und in einen meiner vielen Töpfe stecken können. Aber das Design und die Idee des kompostierbaren Würfels gefallen mir. Bei der Auswahl musste ich mich etwas zurückhalten nicht noch eine Mimose oder andere niedliche Pflänzchen zu kaufen. Da ich noch nie eine Freund von Blumensträußen war, finde ich die Ecocubes als mögliche Geschenkidee auch ideal. Bei den Plantochi bin ich auch sehr auf die Entwicklung gespannt und hoffe, dass sie mir in dem Mini-Gewächshaus nicht eingehen. Demnächst werde ich auch meinen Mini-DIY Garten wieder mit Kräutersamen füllen und den grünen Daumen anstrengen.

Wie findest Du die Ecobube Idee? Findest Du das Holz-Design gut? Würdest Du einen Weihnachtsbaum selber ziehen?

Viele Grüße

Tea

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